Als Hochzeitsfotograf setze ich auf zwei Kamerabodys, die ich mit meinem Ledergurt bequem an den Schultern trage. Dadurch bin ich flexibel und kann blitzschnell zwischen meinen bevorzugten Festbrennweiten wechseln. Warum ich mich für Festbrennweiten entschieden habe? Die Vorteile liegen auf der Hand: erstklassige Bildqualität, lichtstarke Blenden für wunderschönes Bokeh und eine bewusste Arbeitsweise, die mich dazu zwingt, meine Perspektive gezielt zu wählen.

Meine bevorzugten Festbrennweiten
Sony 35mm f/1.4 GM – Der Allrounder
Dieses Objektiv ist mein Arbeitstier. Mit dem 35mm f/1.4 G Master fotografiere ich die meisten Reportageaufnahmen – von den Vorbereitungen bis hin zur Zeremonie und Feier. Es bietet eine natürliche Perspektive, die nah am menschlichen Sehen liegt, und ermöglicht eine tolle Kombination aus Kontext und Subjekt. Die große Blende sorgt für ein wunderschönes Bokeh, ohne den Hintergrund zu stark zu verwischen. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen liefert das 35mm erstklassige Ergebnisse.









Sigma 85mm f/1.4 DG DN Art – Für intime Portraits & Bokeh-Träume
Wenn es um atemberaubende Portraits geht, greife ich immer zum Sigma 85mm f/1.4 DG DN Art. Es zeichnet sich durch eine traumhafte Freistellung aus und sorgt für eine unglaubliche Schärfe. Gerade während des Paarshootings oder emotionaler Momente kann ich damit gezielt die Mimik und Gestik des Brautpaares hervorheben, während der Hintergrund wunderschön verschwimmt. Zudem eignet sich dieses Objektiv hervorragend für Close-ups von Details wie den Ringen oder Blumenarrangements.








Sony 24mm f/1.4 GM – Weite Szenen & dynamische Tanzflächen
Für Gruppenbilder, Partyaufnahmen oder große Szenerien nutze ich das Sony 24mm f/1.4 G Master. Es ermöglicht mir, viele Menschen auf einem Bild festzuhalten, ohne dass es zu Verzerrungen kommt. Besonders auf der Tanzfläche sorgt es für dynamische und lebendige Bilder, da ich nah an das Geschehen herankomme und gleichzeitig die Umgebung einfangen kann. Durch die hohe Lichtstärke bleibt die Qualität auch in dunkleren Locations erhalten, ohne dass ich zu stark auf externe Lichtquellen angewiesen bin.









Welches Objektiv für welchen Hochzeitsmoment?
Ich nutze meine zwei Kamerabodys, um flexibel zwischen meinen drei bevorzugten Festbrennweiten zu wechseln. Während der Reportage und Zeremonie setze ich meistens das 35mm für allgemeine Szenen und das 85mm für emotionale Nahaufnahmen ein. Bei Gruppenbildern oder auf der Tanzfläche kommt das 24mm zum Einsatz, um die Dynamik und Stimmung optimal einzufangen.
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Getting Ready: 24mm und 35mm für den Raum und Details, 85mm für emotionale Nahaufnahmen.
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Zeremonie: 35mm für Weitwinkelaufnahmen, 85mm für intime Momente.
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Gruppenfotos: 24mm für größere Gruppen, 35mm für kleinere Gruppen mit mehr Kontext.
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Paarshooting: 85mm für atemberaubende Porträts, 35mm für natürliche Szenen.
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Feier & Tanzfläche: 24mm für dynamische Bilder
Alternative Objektive – Welche Linsen könnten mein Setup ergänzen?
Auch wenn ich mit meinem aktuellen Setup zufrieden bin, gibt es einige Alternativen, die mich interessieren:
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50mm f/1.2 GM: Ein toller Kompromiss zwischen 35mm und 85mm mit beeindruckender Lichtstärke.
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135mm f/1.8 GM: Perfekt für noch stärkere Freistellung und Portraits mit besonderer Tiefe.
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Ein kompaktes 20mm: Könnte hilfreich für enge Räume oder noch dramatischere Weitwinkelaufnahmen sein.
Tipps zur Handhabung von zwei Kameras gleichzeitig
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Ergonomischer Ledergurt: Ich nutze einen bequemen Doppelschultergurt, um beide Kameras sicher und griffbereit zu haben.
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Schnelles Wechseln der Objektive: Ich plane meine Aufnahmen so, dass ich selten Objektive wechseln muss und stattdessen zwischen den Kameras hin- und herwechsle.
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Backup-Strategie: Eine zweite Kamera ist nicht nur praktisch, sondern auch ein Sicherheitsnetz für technische Ausfälle.
Warum nur Festbrennweiten?
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Lichtstärke: Mit einer Offenblende von f/1.4 kann ich auch bei schlechten Lichtverhältnissen arbeiten, ohne auf einen Blitz angewiesen zu sein.
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Bildqualität: Die Schärfe und das Bokeh von Festbrennweiten sind oft besser als bei Zoomobjektiven.
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Bewusste Bildgestaltung: Da ich keinen Zoom habe, bewege ich mich aktiv und überlege genau, wie ich das Motiv bestmöglich in Szene setze.
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Gewicht & Handling: Festbrennweiten sind oft kompakter und leichter als Zoomobjektive mit vergleichbarer Lichtstärke, was den langen Tag als Hochzeitsfotograf erleichtert.

Mein Fazit
Diese drei Festbrennweiten sind für mich die perfekte Kombination, um die gesamte Hochzeit in ihrer vollen Bandbreite einzufangen – von intimen Momenten bis hin zu ausgelassenen Feiern. Mit zwei Kamerabodys und meinem Ledergurt bin ich immer bereit, den perfekten Moment einzufangen, ohne ein Motiv zu verpassen.
Neben diesen Objektiven spiele ich manchmal mit dem Gedanken, mein Setup zu erweitern. Ein lichtstarkes 50mm könnte eine interessante Ergänzung sein, um noch flexibler zu sein. Doch bislang bin ich mit meinen drei Favoriten bestens ausgestattet.
Welche Objektive nutzt ihr gerne auf Hochzeiten? Schreibt es mir in die Kommentare!
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